Dr. med. Thomas Brill
Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Allergologie
Lasermedizin, operative und ästhetische Dermatologie

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Hautkrebsscreening

Bei der Hautkrebsvorsorge wird das gesamte Hautorgan zum Ausschluss eines Hautkrebses bzw. von dessen Vorstufen untersucht.

In der Regel ist eine Zusatzuntersuchung einzelner oder mehrerer Pigmentmale mit dem Auflichtmikroskop empfehlenswert. Hierbei kann die Haut mikroskopisch vergrößert betrachtet werden um so kleinste Unregelmäßigkeiten der Struktur in Muttermalen erkennen zu können, da diese auf Bösartigkeit hinweisen können. Auch bei der Früherkennung von hellem Hautkrebs und zur Abgrenzung gutartiger Hautläsionen ist die Auflichtmikroskopie nützlich.

Mit der digitalen Auflichtmikroskopie (Fotofinder) können auffällige Muttermale auf dem Bildschirm dargestellt werden. Auch eine computergestützte Zweitmeinung mittels Moleanalyzer ist möglich. In vielen Fällen sinnvoll ist die Fotodokumentation bzw. der Vergleich mit früheren Aufnahmen auf standardisierte Weise. Bei dieser Vorgehensweise werden auch geringe Veränderungen früh nachgewiesen. Die Methode führt daher zu einer noch höheren Erkennungssrate von Hautkrebs (Salerni et al. Dermatol Pract Concept 2014).

Der Abstand der Untersuchungen wird nach Bestimmung Ihres individuellen Risikos mit Ihnen vereinbart.

Ein neues Verfahren zur Analyse von Muttermalen ist die Nevisense-Muttermal-Analyse. Das Verfahren basiert auf der sog. Elektrischen Impedanzspektroskopie (EIS) und kann gutartige Muttermale mit sehr hoher Sicherheit von bösärtigen Melanomen unterscheiden (Malvehy et al. Br J Dermato 2014).

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen generell die Kosten für das Hautkrebsscreening (ohne Auflichtmikroskopie und Fotodokumentation) nach dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre. Einzelne gesetzliche Krankenkassen übernehmen auch die Kosten nach dem 18. Lebensjahr oder unabhängig vom Alter.

Die privaten Krankenversicherungen übernehmen meistens die Kosten von Vorsorgeuntersuchungen einschließlich der Auflichtmikroskopie und der digitalen Fotodokumentation ohne Altersbegrenzung, sowie in den meisten Fällen auch der elektrischen Impedanzspektroskopie.

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